Wie kann ich den fliegenden Wechsel besser schulen? – Reaktionsfreude als Basis für den sauber gesprungenen fliegenden Wechsel!

Ulrike fragt: Liebe Tuuli, mein 7-jähriger Dressurwallach tut sich sehr schwer mit flieg. Wechseln. Er reagiert manchmal gar nicht, wenn ich ihn vorher nicht ein bißchen “griffig” mache. Ist er aber etwas griffig, nimmt er den Wechsel oft vorweg und springt dann meistens nach. Jetzt war ich mit ihm bei einer Trainerin (sie reitet hier in Bayern erfolgreich bis Grand Prix), sie hat ihn geritten, aber er hat sich sehr aufgeregt und es bei ihr auch nicht anders gemacht! Er hatte kein trockenes Haar mehr und mein inneres Gefühl sagt mir, dass ich nicht mehr hin fahre! Ich möchte es gerne allein schaffen. Ich habe schon viele S-Dressuren gewonnen, aber noch keinem Pferd selbst die Wechsel beigebracht. Ich reite viele Schritt-Galopp-Übergänge, Tempounterschiede, etc. Am besten klappt es noch aus der langgezogenen Traversale. Hast Du Tips für uns?? Und meinst Du auch, dass ich es weiterhin alleine versuchen soll oder doch der Profi? Ganz liebe Grüsse von mir und meinem Hotlight

Tuuli antwortet: Liebe Ulrike, manchmal brauchen wir in der Dressur ein bisschen mehr Energie und Power, sodass unser Pferd vielleicht auch schon mal überpaced oder nervös wird. Allerdings – und da möchte ich Dein Gefühl bestätigen – ist es definitiv zu viel, wenn sich die Aufregung nicht mehr rausnehmen lässt. Wenn Du Wechsel übst, achte darauf, sie nur in kurzen Reprisen zu üben und sofort nach dem Wechsel eine Entspannungspause am langen Zügel einzulegen. Damit Dein Hotlight merkt, dass er schon aktiv sein muss, wenn er es gut macht, sich aber gleich wieder entspannen darf. Viele Schritt-Galopp-Übergänge und Tempounterschiede sind eine gute Vorbereitung, auch die langgezogene Traversale. Noch effektiver als die Traversale, ist das Schenkelweichen, weil Du hier direkter Einfluss nehmen kannst auf den neuen inneren Hinterfuß, denn Dein Pferd ist dabei in sich gerade und muss seine Hüften ganz anders einsetzen…

Ich würde dennoch vorab einen Schritt zurück gehen und den An-Aus-Schalter mit Deinem Pferd erarbeiten, damit Du sicher sein kannst, dass Du die Hinterhand umgehend engagieren kannst, wenn Du es brauchst – ohne ihn dabei mental so hoch zu fahren, dass er sich verhaspelt.

Bevor wir uns dem Fliegenden Wechsel widmen, hier ein kurzer Abriss über den An-Aus-Schalter:

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