Vertrauen verdienen: Meine neue Stute, im Umgang wohlerzogen, ist traumatisiert und beim Reiten eine echte Herausforderung. Wie schaffe ich es, dass sie unter dem Sattel Vertrauen zu mir aufbaut?

Carmen schreibt: Ich habe mir vor drei Monaten eine Stute gekauft, die, vermutlich durch schlechte Behandlung durch die Vorbesitzer traumatisiert, ängstlich, schreckhaft und ständig abgelenkt ist. Die Stute ist im Springsport gegangen und ich möchte sie nun dressurmäßig arbeiten. Das sollte auch möglich sein, da sie die Lektionen kann. Im Umgang ist das Tier entspannt und absolut wohlerzogen.

Nun meine Frage: Beim Reiten ist sie teilweise eine echte Herausforderung. Wie schaffe ich es, dass sie unter dem Sattel Vertrauen zu mir aufbaut, bei der Arbeit bei mir bleibt und nicht bei jeder Kleinigkeit zur Seite springt?

Hast du eine Idee?

Tuulis Antwort: Eine Anmerkung vorab: Die Übung „PLUS 1, PLUS 3“ ist in solchen und ähnlichen Fällen mehr als hilfreich, wenn nicht sogar das „A und O“, um ein Pferd wirklich sauber an Deine Hilfen zu stellen und auch auf Dauer dort zu behalten. Ganz genau erklärt findest Du sie und 2 weitere Übungen in meinem 40-minütigen Video-Kurs „An Deinen Hilfen“: http://smartreiten.de/an-den-hilfen. Damit bekommst Du ein sehr effektives Werkzeug, um reiterlich bei Deinem Pferd „durchzukommen“.

In meiner Antwort hier stelle ich darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten vor, Vertrauen unter dem Sattel aufzubauen und zu festigen. Und am Boden! Denn es geht nicht alles nur über das Reiten. Ich würde mir immer erst das Vertrauen am Boden verdienen, bevor ich in den Sattel steige! Gerade, wenn ein Pferd schlimme Dinge erlebt hat, ist das sooo wichtig, sich erst Zeit zu nehmen und am Boden der liebste Spielpartner Deines Pferdes zu werden. Es muss genau wissen, dass von Dir keine Gefahr droht, und dass es sich auch auf Dich und Deine Reaktionen verlassen kann.

Auch wenn Deine Stute im Umgang wohlerzogen ist, ist sie bestimmt noch nicht sicher, dass Du das auch bist. Wir wissen ja nicht, was sie erlebt hat. Ich würde deshalb versuchen, einiges anders zu machen als die Vorbesitzer. Du sagst, das waren Springreiter, da kannst Du wohl üblicherweise davon ausgehen, dass sie sie unter dem Sattel sehr gefordert haben und longieren eher als Bewegung-Verschaffen gesehen wurde statt als „Reiten vom Boden und dabei Vertrauen aufbauen“.

In diesem Artikel findest Du:

  • Führen und Folgen
  • Freiheitsdressur
  • Halsstarrigkeit vorbeugen
  • Entspannungsanker für Dein Pferd
  • Was tun im Moment X?
  • Das „Durchdrücken“
  • Dem Moment X die Spannung nehmen

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