Traumatisiertes Pferd: eine Desensilibiserungsstrategie

Nadine fragt: Hallo Tuuli, ich habe seit zwei Jahren einen Friesenwallach. Er wird im Mai 10 Jahre alt und ich bin schon seine 6. Besitzerin. Er wurde hauptsächlich zum Fahren ausgebildet und laut Vorbesitzer hatte er irgendwann einen Kutschenunfall. Was genau passiert ist konnte er auch nicht in Erfahrung bringen. Das Riesenproblem sind Autos, die uns von vorne und hinten begegnen, egal ob langsam oder schnell fahrend, Melle wird panisch, kopflos und lässt sich auch in Begleitung von mehreren erfahrenen Pferden nicht beruhigen. Leider liegt unser Stall an zwei stark befahrenen Landstraßen (70km/h) und um ins Gelände bzw auf Felder zu gelangen müssen wir direkt vom Parkplatz bzw der Einfahrt, ein paar hundert Meter diese Straße mit breiten Seitenstreifen entlang reiten / führen.
Auf dem heimischen Gelände, Platz und Halle vertraut er mir mittlerweile blind. Wir haben in der Ausbildung mit erfahrenen Trainern quasi von Null angefangen: Führtraining, Leitseil und mit viel Ruhe, Zuwendung, Liebe und Geduld habe ich sein Vertrauen gewonnen. Gestern haben wir das erste Mal den Versuch gestartet den Hof zu verlassen, da die Gesamtsituation passte, Pferde tiefenentspannt waren und ich erfolgreich sämtliches Kopfkino verbannt hatte und ebenfalls ruhig ohne Herzklopfen bis zum Hals los wollte…wir kamen leider nicht weit und sind letzendlich direkt wieder umgekehrt, weil es einfach zu gefährlich wurde :-(
Ich schaffe es einfach nicht ihm da draußen das Gefühl zu geben, dass ihm nichts passiert. Was können wir Schritt für Schritt tun damit er dieses Trauma überwindet? Manche raten mir jeden Tag jetzt zu dieser Straße zu gehen, gucken lassen, und jedes Mal ein Stückchen weiter zu führen. Was meinst Du? Wie würdest Du mit so einem Pferd trainieren?

Tuulis Antwort: Liebe Nadine, erst einmal ein Kompliment an Dich, dass Du Dich damit befasst und Deinem Melle auch schon so viel Vertrauen zurück geben konntest. Ich würde genau das machen, was Du im letzten Abschnitt geschrieben hast: Ihn durchaus jeden Tag mit der Situation konfrontieren, immer nur kurz und jeden Tag ein klein wenig länger bzw. weiter. Hier meine Tipps dazu:
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