Macht es Sinn, mit Ausbindern zu reiten, um mehr Kontrolle zu bekommen?

<Elisabeth fragt: Ich nehme Bezug auf den letzten Beitrag:
Wie Andrea, reite ich ebenfalls auf einer “Rennsemmel”. Ich habe exakt die gleichen Probleme, ich sitze nicht im Gleichgewicht, falle mit dem Oberkörper oft vor und strecke noch dazu meine Beine häufig weg vom Pferdekörper und hänge dann noch dazu unschön in den Zügeln. Klarerweise gibt mein Pferd als Reaktion auf den starren Zug im Maul noch mehr Gas. Inzwischen konnte ich meine Situation etwas verbessern. Ich habe mir einen Leder-Grip-Stick zugelegt (“Guter Sitz”-Paste). Damit habe ich meine Stiefel bearbeitet. Seitdem gelingt es mir meine Schenkel konstanter am Pferd zu halten, dadurch ist mein Sitz insgesamt auch stabiler. Mein Pferd hat sofort positiv darauf reagiert. Trotzdem fehlt der Takt. Immer wieder hebt sich mein Pferd raus (es nutzt JEDE Gelegenheit dazu > Stichwort Hallentür!) , entgeht so meinen Hilfen und stürmt los. Ich brauche dann wieder viel zu lange, bis ich meinen Sitz ordnen und mein Pferd wieder “einfangen” kann. Am bescheidensten ist der Galopp, da erreichen wir in Sekundenschnelle Geschwindigkeiten jenseits von gut und böse, meine Mitreiter in der Halle fürchten sich vor uns oder für uns? (Zitat Stallkollege: “…so schnell wie ihr um die Kurve brettert, da kann ich gar nicht hinsehen!”)
Als Antwort auf Andreas Beitrag schreibst Du, dass es wichtig ist, das Genick stets unter Kontrolle zu behalten. Genau das schaffe ich nicht. Ich longiere mein Pferd regelmäßig, so wie Du es in einem Deiner Beiträge vorzeigst. Das funktioniert gut. An der Longe galoppiert mein Pferd versammelt und wunderbar “rund wie eine Kugel”! Ich hatte nun die Idee mit Ausbindern zu reiten. Was hältst du davon? Und wenn es sich dabei nicht um eine “Schnapsidee” handelt, wie lange sollte ich maximal mit Ausbindern reiten?
Ich freue mich auf Deinen Rat und verbleibe mit vielen herzlichen Grüßen,
Deine Elisabeth

Tuulis Antwort: Liebe Elisabeth, zunächst einmal: dass das Longieren so gut funktioniert, ist eine prima Voraussetzung! Da kannst Du schon drauf aufbauen. Bring Deinem Pferd bei auf ein bestimmtes Kommando fast auf der Stelle zu galoppieren.

Konditioniere den “Fast-auf-der-Stelle-Galopp” schon an der Longe

Ein Beispiel aus Harrys “Pflegelzeit”. Als wir vor knapp drei Jahren nach Thören umgezogen sind, war er noch etwas stürmisch im Galopp. Ich ritt immer auf der Rennbahn, das animiert ein Pferd natürlich umso mehr, Gas zu geben. Unschön war, dass er dabei gern versuchte, sich auf´s Gebiss zu legen und dann Durchzustarten. Wenn Du links und rechts einen Zaun hast, kannst Du auch nicht wirklich auf eine Volte abwenden. Laufen lassen war aber auch keine Option und jedes Mal in den Zaun zu lenken auch nicht gerade sanft. Also musste eine andere Lösung her:

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