Anlehnung – Meine Stute hebt sich heraus, was kann ich tun?

Steffi fragt: Ich habe eine 6-jährige Stute als RB für 2x pro Woche übernommen. Sie ist halb Hannoveraner, halb Vollblut. Im Umgang ist sie sehr lieb, wenn auch etwas guckig. Ihre Besitzerin und die Bereiterin reiten sie mit Sporen und Gerte und bekommen auch eine ganz ordentliche Anlehnung hin.

 Ich reite sie jetzt seit 4 Wochen und habe mit der Anlehnung, besonders im Trab, meine Probleme. Ihr Galopp ist super, da schwingt sie auch schön durch den Rücken, aber im Trab nimmt sie den Kopf hoch und drückt den Rücken weg. 

Die Bereiterin meinte, ich solle sie kürzer am Zügel halten. Das allein reicht natürlich nicht, aber sobald ich sie nachtreibe, wird sie nur schneller, statt fleißiger unter ihre Masse zu treten und sich an die Hand heran zu dehnen.

 Ich bekomme sie meistens nur für einige Tritte an den Zügel (am besten auf dem Zirkel), dann nimmt sie den Kopf schon wieder hoch. Meine RL hat ihr jetzt einen elastischen Halsverlängerer verpasst, damit läuft sie sehr gut. Da ich es von meiner Doreen nicht gewohnt bin, auf solche Hilfsmittel zurück zu greifen (und das auch auf mittlere Sicht nicht gut finde), möchte ich mal Deine Meinung dazu hören. 

Hast Du Tips für mich, um dieses Problem zu lösen und von dem Halsverlängerer weg zu kommen? Dass sie nicht einfach zu reiten ist, bestätigen mir mehrere Leute, aber das soll mich nicht davon abhalten, sie ohne Hilfsmittel korrekt zu reiten. Auf ihr komme ich mich immer vor, als hätte ich noch nie auf einem Pferd gesessen…

Tuuli antwortet: Einen Halsverlängerer zu benutzen, da gebe ich Dir Recht, kann keine Dauerlösung sein. Du solltest schon versuchen, mittelfristig davon wieder wegzu kommen. Vielleicht kannst Du anfangs eine sinnvolle Kompromisslösung machen, indem Du zu Beginn mit dem Halsverlängerer reitest, bis Dein Pferd warm und locker ist, und dann nimmst Du den Hilfszügel ab und reitest den Rest der Stunde ohne ihn. Das hat den Vorteil, dass Du nicht noch gegen die anfängliche Steifheit anreiten musst und dann ein warmes Pferd mit bereits gelöster Muskulatur mit den richtigen gymnastischen Reitübungen “durchmassieren” kannst. Dazu zählen u. a.:

 

 

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